Sporttauchen

Mermaids: Kleines Handbuch für Meerjungfrauen und Nixen

Wie schon der Titel sagt, ist das Buch wohl eher für Mädchen als für Buben geeignet, obwohl auch diese angesprochen werden. Es geht um das Tauchen mit einer Monoflosse, die in einem wunderschön gestalteten Beinkleid getragen wird, bei dem auch eine Rückenflosse angenäht sein kann. Dieses Kostüm kann man selbst herstellen, aber auch fertig kaufen, und das z.T. zu erheblichen Preisen. Zumeist wird dazu keine Schwimmbrille getragen, zumindest dann nicht, wenn ein Fotoshooting ansteht. Die schönsten Bilder entstehen so in flachem Wasser, meist unmittelbar unter der Oberfläche im Schwimmbad oder an Land, auf einem Stein posierend in freier Natur. Um seinen Schwimmanzug nicht zu beschädigen, lässt am sich am besten ins Wasser tragen. Es gehört die entsprechende Schminke dazu, und zum Delfinstil braucht es natürlich auch ein wenig Übung. Die Grundlagen des Apnoetauchens werden somit genauso beschrieben wie der richtige Umgang mit dem Fischschwanz. Dazu gibt es spezielle Tipps und Tricks vom Profi. Sehr schön auch die Geschichten und Sagen über Wasserwesen und eine Auflistung von Mermaids in Film und TV. Das Ganze ist zauberhaft bebildert von Stephanie Naglschmid, und den Abschluss bilden Adressen und Links zu Meerjungfrauen-Schulen, zu Tauchsportverbänden, zu speziellen Läden mit Mermaid-Ausrüstungen und Fischschwänzen, zu darauf spezialisierten Fotografen usw. Ein allumfassendes Buch zu diesem Thema, sehr lebendig geschrieben, das man nur empfehlen kann.

Wolfgang Freihen, im Juli 2017.

Rodler, Daniela / Naglschmid, Stephanie:
Mermaids
Kleines Handbuch für Meerjungfrauen und Nixen
Broschiert mit farbigem Titel, Größe ca. 21 x 29,7 cm
95 S. mit vielen farbigen Zeichnungen14,9
Verlag Stephanie Naglschmid, Stuttgart, 2017
ISBN 978-3-89594-935-7
Preis: 14,90 €

Deutsches Tauchsportabzeichen Basic / Deutsches Tauchsportabzeichen * (CMAS*): Einfach tauchen lernen

Im vorderen Teil finden wir Interessantes zum VDST. Danach folgt der Lehrteil und es wird über die Grundzertifikate des VDST berichtet. Leider ist nicht zu erkennen, welcher Autor für welchen Teil verantwortlich zeichnet, denn bis hin zu den physikalischen Grundlagen bietet das Buch bei weitem nicht das, was man erwarten sollte. Der Anfang setzt sich deutlich vom hinteren Buchteil ab.
Ein Anfängerbuch gehört nicht mit Theorie überfrachtet. Gleiches gilt für Ausrüstungen. Da gehört nur das Wichtigste erklärt – gerade so viel, um sich das eine oder andere selbst anschaffen zu können. Dazu reichen die gegebenen Hinweise nicht aus. Selbst Sprachliches ist zu bemängeln, doch bleiben wir bei den wichtigsten sachlichen Unzulänglichkeiten: Taucheruhr und Tiefenmesser sind laut Buch die „wichtigsten“ Instrumente des Tauchers. Doch wer taucht heute noch damit? Beide Instrumente wurden schon vor Jahrzehnten im Tauchcomputer integriert, mit dem man den Tauchgang gleichzeitig weit besser kontrollieren kann. Auf die Anschaffung von Uhr und Tiefenmesser kann also verzichtet werden, gleiches gilt für den Kompass. Schließlich wird dessen Handhabung erst im Aufbaukurs „Orientierung“ erläutert. Ebenso hat eine Nitroxflasche nichts bei den Abbildungen für Anfänger zu suchen, und grundsätzlich sollten keine Flaschen mit zwei Ventilen gezeigt werden. Hier bereits von der „zwingenden“ Notwendigkeit zweier Kaltwasserregler zu reden, ist unsinnig! Tauchschüler kommen gar nicht in die Nähe eines vereisten Reglers und können selbst in kälteren Seen einen ganz normalen Automaten benutzen. Ebenso sind nur solche Flaschengrößen aufzuführen, die für Pressluftatmer verbaut werden. Auch die Abbildung des Atemgerätes S. 29 ist unvollständig: Sie endet links unten in einem offenen Schlauch: Die zweite Stufe fehlt völlig.
Auch sonst sind einige Behauptungen nicht nachvollziehbar: Wieso macht es uns Tauchen unmöglich, wenn wir Wasser an die Nase bekommen? Und wieso sollen wir durch den Schnorchel ein- und durch die Nase ausatmen? Das geht an der Realität vorbei. Vor allem gehört die Atmung aus dem Pressluftgerät richtig dargestellt: Beide Atemtechniken dürfen nicht durcheinander geworfen und miteinander verwechselt werden. Das Buch folgt zunächst der natürlichen Technik und unterstreicht das Ganze durch Fotos – die besser weggeblieben wären, denn kurz darauf wird wieder davon abgewichen. Der Vorteil des geringeren Bleigewichts bei der natürlichen Atemtechnik bleibt völlig unerkannt! Auch braucht man keine Bedenken wegen eines Decounfalls zu haben, denn der Tauchschüler taucht mit seinem Ausbilder nur 12 m tief und bewegt sich ausschließlich innerhalb der Nullzeit! Weiterhin gehören bei allen Formeln die Einheiten in eckigen Klammern dahinter, und wenn schon Rechenbeispiele folgen, so haben die selbstverständlich richtig zu sein! Auf den S. 65 und 66 kommt nämlich nicht jeweils „20“ heraus, sondern stets der 10fache (!) Wert: Die Voraussetzungen stimmen also nicht, und wird schließlich von der stabilen Seitenlage berichtet, so gehört auch die mit Bild erklärt!
Dieses Buch, das als das „offizielle Lehrbuch des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V.“ herausstellt wird, enthält zu viele Ungereimtheiten. Dabei hat es einen Lektor. Was aber hat der zum Gelingen beigetragen? Und wieso protestierten auch die Mitautoren nicht gegen solches Geschreibsel? Zwar wird das Buch normalerweise kursbegleitend genutzt, sodass sich dort vieles richtigstellen lässt. Das entspricht jedoch keinesfalls seinem Sinn! So ist denn dieses Sachbuch auch für den Herausgeber VDST absolut kein Aushängeschild, und es hätte dringend eine weit bessere Durchsicht verdient! Es gehört komplett neu überarbeitet!

Wolfgang Freihen, im Dezember 2016

Verband Deutscher Sporttaucher:
Deutsches Tauchsportabzeichen Basic,
Deutsches Tauchsportabzeichen* (CMAS*)
Einfach tauchen lernen
Broschiert mit farbigem Titel, 1. Auflage, Format ca. 14,7 x 21 cm
115 S. mit vielen Abb.
Edition Naglschmid, Stuttgart, 2016; Vertrieb durch Delius Klasing, Bielefeld
ISBN 978-3-667-10285-0
Preis: 12,80 €

Schönheit besiegt Angst: Wie ich unter Haien ein freier Mensch wurde

Die lesenswerte Autobiographie eines der besten Haifischfotografen unserer Zeit. Das Buch ist jedoch nicht nur für Tauchsportler interessant, sondern auch ein „Mutmachbuch“ für alle anderen, die plötzlich vor einem Aus stehen und nicht so recht weiterwissen. Hier lässt sich nachlesen, wie wichtig es ist, eigene Grenzen zu überwinden und sich auch dann zu bewerben, wenn man etwas nicht gelernt hat, man sich aber durchaus zutraut, den Anforderungen gerecht zu werden. So etwas gehört allerdings nur mündlich und nicht schriftlich vorgetragen! Weiterlesen “Schönheit besiegt Angst: Wie ich unter Haien ein freier Mensch wurde” »

Das wahre Buch der Fische

Ein besonders reizvolles Buch mit vielen Cartoons, das nicht etwa für Kinder, sondern vor allem für uns Erwachsene selbst gedacht ist, und das uns einen deftig „fischigen“ Spiegel vorhält. Tiefgründig, reizend aufgebaut, gut durchdacht und mit einem Wording, das zusammen mit den Zeichnungen meist den Nagel exakt auf den Kopf trifft, das einen zum Schmunzeln bringt, zuweilen auch zum richtigen Lachen herausfordert, aber mit seinem manchmal ausgesprochen „tief“-schwarzen Humor auch zum Nachdenken anregt! Eine großartige Lektüre, in der Prominente ebenso auf die Schippe genommen werden wie wir selbst. Weiterlesen “Das wahre Buch der Fische” »

Apnoe: Techniken, Geheimnisse & Lifestyle des Freediving

Ein sehr schönes Lehrbuch für all diejenigen, die nicht nur einfach schnorcheln möchten, sondern ernsthaftes Interesse haben, das Apnoetauchen zu erlernen und/oder persönliche Bestwerte im Atemanhalten, Strecken- und Tieftauchen zu erreichen. Es ist ein Buch, das man zweckmäßigerweise nicht für sich alleine liest, sondern es kursbegleitend in einem Tauchsportverein oder an einer speziellen Freitaucherschule benutzt. Weiterlesen “Apnoe: Techniken, Geheimnisse & Lifestyle des Freediving” »

Tauchen mit klarem Kopf: Wie unser Gehirn beim Tauchen tickt

Die Tauchlehrbücher von Monika Rahimi schätze ich ganz besonders, denn sie stellen keinen einfachen Abklatsch aus den Lehrinhalten verschiedener Ausbildungs-Organisationen dar. Insgesamt sind es drei Stück, die alle hier besprochen sind, wobei das vorliegende, letzte Buch besonders interessant ist. Darin beschäftigt sich die Autorin mit den für das Tauchen relevanten Hirnfunktionen. Wir lernen dabei die Basisemotionen des Such-, Angst- und Paniksystems kennen, durch deren Verständnis sich durchaus mache kritische Tauchsituation, wenn sie denn eintritt, entschärfen lässt. Weiterlesen “Tauchen mit klarem Kopf: Wie unser Gehirn beim Tauchen tickt” »

Nordseetaucher: U-Boot-Wracks in der Nordsee

Ein packender Erlebnisbericht, spannend erzählt – so, als wäre man unmittelbar dabei. Das Ganze liest sich dermaßen fesselnd, dass man das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen möchte, bevor man hinten angekommen ist! Es ist jedoch weit mehr als nur eine unterhaltsame Lektüre: Andi Peters berichtet, wie er als Tauchlehrer der „Wrackspürnase“ Rolf Schütt begegnet und durch ihn zum begeisterten Wracktaucher wird, der sich nicht nur vom Anblick allein verzaubern lässt, sondern richtig professionell vorgeht, um sich ein genaueres Bild auch von ihrer individuellen Geschichte machen zu können. Weiterlesen “Nordseetaucher: U-Boot-Wracks in der Nordsee” »

Deep Sea: Eine Reise zum Grund des Ozeans

Ein sehr interessantes Buch, bei dem mich lediglich der Titel stört: Zwar ist auch von der Tiefsee zu lesen, von einem Abstieg in einem Tauchboot und dem Aufenthalt auf einem Forschungsschiff, aber im Wesentlichen geht es doch um etwas gänzlich anderes: Nämlich um das Apnoetauchen, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch hindurchzieht. Der Autor besucht Weltmeisterschaften zu diesem Sport, wobei Einzelne mit angehaltenem Atem bis zu 200 Meter und noch tiefer hinunter gelangen. Weiterlesen “Deep Sea: Eine Reise zum Grund des Ozeans” »