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Deutsches Tauchsportabzeichen Basic / Deutsches Tauchsportabzeichen * (CMAS*): Einfach tauchen lernen

Im vorderen Teil finden wir Interessantes zum VDST. Danach folgt der Lehrteil und es wird über die Grundzertifikate des VDST berichtet. Leider ist nicht zu erkennen, welcher Autor für welchen Teil verantwortlich zeichnet, denn bis hin zu den physikalischen Grundlagen bietet das Buch bei weitem nicht das, was man erwarten sollte. Der Anfang setzt sich deutlich vom hinteren Buchteil ab.
Ein Anfängerbuch gehört nicht mit Theorie überfrachtet. Gleiches gilt für Ausrüstungen. Da gehört nur das Wichtigste erklärt – gerade so viel, um sich das eine oder andere selbst anschaffen zu können. Dazu reichen die gegebenen Hinweise nicht aus. Selbst Sprachliches ist zu bemängeln, doch bleiben wir bei den wichtigsten sachlichen Unzulänglichkeiten: Taucheruhr und Tiefenmesser sind laut Buch die „wichtigsten“ Instrumente des Tauchers. Doch wer taucht heute noch damit? Beide Instrumente wurden schon vor Jahrzehnten im Tauchcomputer integriert, mit dem man den Tauchgang gleichzeitig weit besser kontrollieren kann. Auf die Anschaffung von Uhr und Tiefenmesser kann also verzichtet werden, gleiches gilt für den Kompass. Schließlich wird dessen Handhabung erst im Aufbaukurs „Orientierung“ erläutert. Ebenso hat eine Nitroxflasche nichts bei den Abbildungen für Anfänger zu suchen, und grundsätzlich sollten keine Flaschen mit zwei Ventilen gezeigt werden. Hier bereits von der „zwingenden“ Notwendigkeit zweier Kaltwasserregler zu reden, ist unsinnig! Tauchschüler kommen gar nicht in die Nähe eines vereisten Reglers und können selbst in kälteren Seen einen ganz normalen Automaten benutzen. Ebenso sind nur solche Flaschengrößen aufzuführen, die für Pressluftatmer verbaut werden. Auch die Abbildung des Atemgerätes S. 29 ist unvollständig: Sie endet links unten in einem offenen Schlauch: Die zweite Stufe fehlt völlig.
Auch sonst sind einige Behauptungen nicht nachvollziehbar: Wieso macht es uns Tauchen unmöglich, wenn wir Wasser an die Nase bekommen? Und wieso sollen wir durch den Schnorchel ein- und durch die Nase ausatmen? Das geht an der Realität vorbei. Vor allem gehört die Atmung aus dem Pressluftgerät richtig dargestellt: Beide Atemtechniken dürfen nicht durcheinander geworfen und miteinander verwechselt werden. Das Buch folgt zunächst der natürlichen Technik und unterstreicht das Ganze durch Fotos – die besser weggeblieben wären, denn kurz darauf wird wieder davon abgewichen. Der Vorteil des geringeren Bleigewichts bei der natürlichen Atemtechnik bleibt völlig unerkannt! Auch braucht man keine Bedenken wegen eines Decounfalls zu haben, denn der Tauchschüler taucht mit seinem Ausbilder nur 12 m tief und bewegt sich ausschließlich innerhalb der Nullzeit! Weiterhin gehören bei allen Formeln die Einheiten in eckigen Klammern dahinter, und wenn schon Rechenbeispiele folgen, so haben die selbstverständlich richtig zu sein! Auf den S. 65 und 66 kommt nämlich nicht jeweils „20“ heraus, sondern stets der 10fache (!) Wert: Die Voraussetzungen stimmen also nicht, und wird schließlich von der stabilen Seitenlage berichtet, so gehört auch die mit Bild erklärt!
Dieses Buch, das als das „offizielle Lehrbuch des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V.“ herausstellt wird, enthält zu viele Ungereimtheiten. Dabei hat es einen Lektor. Was aber hat der zum Gelingen beigetragen? Und wieso protestierten auch die Mitautoren nicht gegen solches Geschreibsel? Zwar wird das Buch normalerweise kursbegleitend genutzt, sodass sich dort vieles richtigstellen lässt. Das entspricht jedoch keinesfalls seinem Sinn! So ist denn dieses Sachbuch auch für den Herausgeber VDST absolut kein Aushängeschild, und es hätte dringend eine weit bessere Durchsicht verdient! Es gehört komplett neu überarbeitet!

Wolfgang Freihen, im Dezember 2016

Verband Deutscher Sporttaucher:
Deutsches Tauchsportabzeichen Basic,
Deutsches Tauchsportabzeichen* (CMAS*)
Einfach tauchen lernen
Broschiert mit farbigem Titel, 1. Auflage, Format ca. 14,7 x 21 cm
115 S. mit vielen Abb.
Edition Naglschmid, Stuttgart, 2016; Vertrieb durch Delius Klasing, Bielefeld
ISBN 978-3-667-10285-0
Preis: 12,80 €

Seeungeheuer und Monsterfische: Sagenhafte Kreaturen auf alten Karten

Die ersten in Europa gezeichneten Karten sind keine Landkarten im üblichen Sinne. Sie zeigen die Erde als Scheibe, eingeteilt in verschiedene Sektoren mit entsprechenden Beschriftungen und umgeben vom unendlichen „Okeanos“. Die gleiche Darstellungsweise findet sich denn auch dort wieder, wo unsere christliche Denkweise widergespiegelt wird, mit Jerusalem im Zentrum. Selbst das Paradies mit Adam und Eva und der teuflischen Schlange werden darin gezeigt, die die beiden zur Erbsünde verführte… Weiterlesen “Seeungeheuer und Monsterfische: Sagenhafte Kreaturen auf alten Karten” »

Arktis und Antarktis


Die polaren Gebiete sind die Wetterküchen für die gemäßigten Zonen unserer Erde. Hier „entspringen“ auch die globalen Meeresströme, um schließlich wieder hierher zurückzukehren. Trotz solcher Gemeinsamkeiten sind beide Gebiete recht unterschiedlich: So liegt der Nordpol mitten im Nordpolarmeer, während sich der Südpol auf dem antarktischern Kontinent befindet. Ringsum ist die Antarktis unter einer mehrere Kilometer dicken Eisschicht begraben. Weiterlesen “Arktis und Antarktis” »

Tauchen – Spaß von A bis Z für alle, die abtauchen wollen, ohne unterzugehen

Sie suchen nur ein kleine Aufmerksamkeit, ein preiswertes Mitbringsel für einen begeisterten Taucher? Da ist dieses Büchlein gerade recht! Mit äußerst lustigen Zeichnungen und einem alphabetisch gegliederten Wörterbuch, das unseren Sport wohl sprachlich auf die Schippe nimmt, aber geschrieben und gemalt ist von zwei Autoren, die ihr Thema verstehen! Sehr reizvoll und empfehlenswert!

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Sicher mit Kindern tauchen

Mit diesem Heft liegt eine Broschüre vor, die mir ganz besonders wichtig erscheint!! Während andere Schriften zum Kindertauchen sich üblicherweise mit den zu erlernenden Fähigkeiten auseinandersetzen, wendet sich diese erst einmal an die Eltern selbst, also genau an diejenigen, die sich am meisten um ihren Nachwuchs sorgen. Und die sind gut beraten, erst einmal diese Zeilen zu lesen, bevor sie ihre Sprösslinge zu einem Tauchkurs anmelden! Schließlich sind Kinder alles andere als kleine Erwachsene, und so muss ein Tauchkurs für sie völlig anders aussehen als einer für uns. 

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Tauchreiseführer Rotes Meer – Vom Sinai bis Marsa Alam

Berichtet wird über das für uns nächstgelegene Korallenmeer, das in nur drei bis fünf Flugstunden erreichbar ist. Beschrieben werden die schönsten und interessantesten Tauchplätze. Besondere Icons am Seitenrand vermitteln auf einen Blick eine Vorstellung über die Attraktivität, die zu erwartenden Sichtweiten, Fischbestände usw. , ebenso wie man am besten hinkommt, von Land aus oder per Boot. Darüber hinaus berichten die einzelnen Kapitel sehr anschaulich, was einen an Ort und Stelle erwartet. Dabei wird auch auf Besonderheiten eingegangen, auf interessante Nachttauchgebiete z.B. oder auf Wracks, ob man Dugongs, Delfine oder Großfische wie Mantas, Haie oder was sonst noch immer erwarten kann. Diese Beschreibungen, die den Hauptteil des Buches ausmachen, beginnen im äußersten Norden des Sinai, im israelischen Eilat. Von dort aus folgen wir dann der Küste des Sinai bis nach Sharm-el-Sheikh, weiter um die Südspitze herum bis hin zum Wrack der „Thistlegorm“, bevor wir uns der Ostküste Ägyptens zuwenden. Hier beginnen nun die Beschreibungen bei einer Inselgruppe nördlich von Hurghada, von wo aus wir dem Küstenverlauf und den vorgelagerten Inseln bis in den tiefen Süden des Landes folgen.

Unterwasserzeichen – Handbuch der Tauchersprache

Ein ganz hübsches Buch voller Fotos mit allen möglichen Handzeichen, mit denen man sich unter Wasser verständlich machen kann – wenn denn der oder die Tauchpartner/in ebenfalls all die Zusatzzeichen beherrscht. Immerhin haben sich die beiden Autoren weltweit umgehört, um herauszufinden, wie man sich anderswo unter Wasser verständigt. So sind 500 Zeichen zusammen gekommen, weit mehr als die üblichen Pflichtzeichen, die man bei jedem Tauchkurs lernt. 

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