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Das Korallenriff-Aquarium – Band 2: Aquarientypen, Einrichtung, Krankheiten

Schon der 1. Band mit dem gleichen Titel aus demselben Verlag hatte mich sehr bestochen! Und wenn man sich außerdem noch vorstellt, dass das alles auf eine sehr viel kleinere schwedische Ausgabe vor 27 Jahren zurückgeht, dann kann man nur begeistert sein, dass es das Buch – Verzeihung, die Bücher, und die auch noch sehr viel umfangreicher – noch immer gibt! Ähnlich wie der 1. Band besticht auch dieser wieder durch seine Vielzahl an Farbaufnahmen, die nicht nur Korallenriff-Aquarien, sondern teilweise auch echte UW-Aufnahmen und darüber hinaus Krankheitsbilder, Lebendgestein, Algen und alle möglichen anderen Aquarienbewohner zeigen. Es ist erstaunlich, in welcher Art und Weise sich unser Wissen und die Technik weiterentwickelt hat, sodass heutzutage viele Arten gehalten werden können, die früher ganz einfach unmöglich waren. Das ist allerdings nicht ganz einfach zu bewerkstelligen und das Buch war nicht leicht auszuarbeiten! Es überzeugt vor allem dadurch, dass es absolut dem heutigen Stand entspricht. Es enthält außer dem imponierenden Text und all den herrlichen Fotos sehr viele Informationskästen und darüber hinaus ein ausgezeichnetes Literaturverzeichnis, sodass es (zusammen mit dem 1. Band) nicht nur wertvolle Tipps für Neueinsteiger enthält, sondern auch „alten Hasen“ als erstklassiges Nachschlagewerk dienen kann. Ebenso ist das Buch auch für UW-Fotografen (ein wissendes Auge sieht ganz einfach mehr!) und ganz normalen Tauchsportlern äußerst empfehlenswert!!

Wolfgang Freihen, im Mai 2017

Fosså, Svein A. / Nilsen, Alf Jacob:
Das Korallenriff-Aquarium, Band 2
Aquarientypen, Einrichtung, Krankheiten, Lebendgestein, Algen
Fester Einband mit farbigem Titelfoto, Format ca. 17,5 x 23,5 cm
495 S. mit vielen farbigen Fotos und Informationskästen
Natur-und-Tier-Verlag, Münster, 2016
ISBN 978-3-86659-073-1
Preis: 48,00 €

Seehunde im Wattenmeer

Ein schönes Buch, das sich mit dem Wattenmeer auseinandersetzt, einem unserer Nationalparke, der gar zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Natürlich kann man dort auch Wattwanderungen erleben, am besten sind geführte, wobei man nicht nur die Sandbänke, die Priele und das Meer erleben, sondern auch die häufigsten Tiere, wie Vögel, Krabben, Muscheln, Wattwürmer usw. beobachten kann. Außerdem kann man auch Seehunde und Kegelrobben sehen, denen sich das Buch vor allem widmet. Nicht zu nah darf man an diese Tiere heran, Warnschilder weisen darauf hin, und Heuler berühren – das geht schon gar nicht. Wattenjagdaufseher kontrollieren regelmäßig die Sandbänke, um tatsächlich verlassene Welpen aufzufinden und in die Seehundaufzuchtstationen Friedrichskoog und Norddeich zu bringen, wo sie aufgepäppelt werden, bis sie in die Freiheit entlassen werden können. Besonders schön ist der Blick in die Kinderstube der Seehunde und Kegelrobben, die zu unterschiedlichen Zeiten zur Welt kommen. Darüber hinaus zeichnet sich auch dieses Buch durch einen sehr guten Text aus, wie er auch den anderen Kinderbücher dieses Verlages gegeben ist, ebenso durch hervorragende Fotos aus dem Freileben dieser Tiere und aus den Aufzuchtstationen. Den Schluss bildet ein kurzer Ausblick auf die wichtigsten Verwandten der bei uns geschützten Tiere. Ein sehr empfehlenswerter Band!

Wolfgang Freihen, im Januar 2017

Fischer-Nagel, Heiderose und Andreas:
Seehunde im Wattenmeer
Harter Einband mit farbigem Titelbild, Format ca. 22×23,5 cm
45 S. mit vielen farbigen Abb.
Verlag Heiderose Fischer-Nagel, 3. Aufl., 2016
ISBN 978-3-930038-33-6
Preis: 5,95 €

Im Reich der Pinguine

Ein reizendes Kinderbuch mit vielen sehr interessanten und schönen Farbfotos, darunter auch zwei Bildern, die (doppelseitig) schwimmende Pinguine zeigen. Wir lernen die wichtigsten Arten kennen, die allesamt auf der südlichen Halbkugel zu Hause sind. Ebenso gibt es eine Menge über die Antarktis selbst zu erfahren. Der Hauptteil des Buches ist den Kaiserpinguinen und deren Leben gewidmet. Es sind d i e Tiere im Frack, die unter Wasser mit zu den wendigsten, schnellsten und elegantesten Schwimmern zählen, die die tiefsten Temperaturen aushalten, die in der Antarktis 100-200 km zu Fuß und auf dem Bauch rutschend unterwegs sind, bis sie schließlich ihr Brutgebiet erreichen. Von ihrer Gemeinschaft ist die Rede, die ihnen selbst bei eisigsten Stürmen Schutz bietet, von ihrer Hochzeit und dem einzigen Ei, das die Männchen auf den Füßen unter einer speziellen Hautfalte tragen, vom Schlüpfen der Jungen und ihrer Aufzucht, von Pinguin-Kindergärten, ebenso von ihrer Jagd unter Wasser und auch von den Gefahren durch andere Meerestiere. Insgesamt ein tolles Kinderbuch, das man nur empfehlen kann!

Wolfgang Freihen, im Januar 2017

Fischer-Nagel, Heiderose und Andreas / Christmann, Stefan:
Im Reich der Pinguine
Harter Einband mit farbigem Titelbild, Format ca. 22×23,5 cm
45 S. mit vielen farbigen Abb.
Verlag Heiderose Fischer-Nagel, Spangenberg
ISBN 978-3-930038-47-3
Preis: 5,95 €

Krokodile

Das erste Buch dieses Verlages, das für mich nicht unbedingt wie ein Kinderbuch wirkt. Die suchen nämlich für meine Begriffe lieber ein solches von kleinen Tieren oder von Felligem, das man richtig liebgaben und knuddeln kann, nicht aber von Raubtieren, die selbst große Gnus und andere Herdentiere beim Überqueren von Flüssen jagen, töten und verspeisen. Sicher – irgendwann müssen auch die lernen, dass es in der Natur grundsätzlich ums Fressen und Gefressen werden geht. Das heißt, dass das Buch erst später an größer werdende Kinder verschenkt gehört – oder die Eltern sind unbedingt gefragt, es gleichzeitig mit ihrem Nachwuchs zu betrachten und durchzulesen. Die werden ebenfalls Neues dabei entdecken, denn das Buch lebt nicht nur von phantastischen Bildern und einem Text, der sich dieses Mal gar nicht kindlich liest, dem man aber anmerkt, dass die Autoren Biologen sind. Geschildert werden die Verwandten in Asien und Amerika, und es ist auch von Krokodilfarmen die Rede. Vor allem aber beschäftigt sich das Buch mit den Krokodilen selbst und ihrem sich verändernden Lebensraum in Afrika. Es ist von Überschwemmungen und Trockenzeiten die Rede, von den riesigen Herden, die die Savanne überziehen, von den Gnus und all den anderen, die zur Beute der Krokodile gehören und vor allem – was mir besonders gut gefällt – von einer ungeheuer „netten“ Brutfürsorge, wie man sie diesen wechselwarmen Echsen gar nicht zutrauen möchte. Dabei ist auch von Eiräubern, Waranen und Graufischern die Rede, aber auch von Wellentrielen, anderen Vögeln, die ihre eigenen Nester gerne in der Nähe von Krokodilnestern bauen und die ausgesprochene Feinde der Warane sind. Letzten Endes haben wir ein großartiges Buch vor uns, das weit mehr bietet als der Titel verspricht! Das nicht nur wegen des äußerst geschliffenen Textes, sondern ganz besonders der ausgesuchten Fotos wegen, die keinesfalls während eines kurzen Afrika-Urlaubes, sondern über einen längeren Zeitraum entstanden sind. Ganz besonders empfehlenswert!

Wolfgang Freihen, im Januar 2017

Fischer-Nagel, Heiderose und Andreas / Radke, Reinhard:
Krokodile
Harter Einband mit farbigem Titelfoto, Format 22×23,5 cm
45 S. mit vielen farbigen Fotos
Verlag Heiderose Fischer-Nagel, Spangenberg, 2. Aufl., 2014
ISBN 978-3-930038-35-0
Preis: 5,95 €

Entdecke den Teich

Neben der Schilderung von Teichen und anderen Gewässern wird insbesondere das Leben im, an und auf dem Teich geschildert. Es gibt Bastelanleitungen für Kescher, Lupen, ein Mikroskop, auch eine Tarnhütte für Vogelbeobachtungen, und zum Schluss finden sich noch einige Rätsel. Insgesamt ist das Buch mit vielen Fotos ausgestaltet.

Wolfgang Freihen

Fischer-Nagel, Heiderose und Andreas:
Entdecke den Teich
Harter Einband mit farbigem Titelfoto, Format ca. 22×23,5 cm
Lizenzausgabe für Findling Buchverlag, Lüneburg
45 S. mit vielen Bildern, Rätseln und einem Quiz
Verlag Heiderose Fischer-Nagel
ISBN 978-3-930038-20-6
Preis: 5.95 €

Schiffswracks: Auf Spurensuche vor Rügen und Hiddensee

Wracks üben seit jeher eine große Faszination auf Tauchsportler aus. Zwar ist das Tauchen in wärmeren Meeren reizvoller: Die Sichtweiten sind besser, der Bewuchs abwechslungsreicher. Doch gerade die Wracks der Ostsee, eingekeilt zwischen Felsen oder eingegraben im sandigen Umfeld, sind zumeist für Tauchschulen – sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen – nicht nur gut erreichbar. Vielmehr werden solche Ausfahrten zu ganz besonderen Highlights, bieten sie doch, selbst wenn nur noch Spanten aus dem Sandboden herausragen, für UW-Fotografen eine besonders reizvolle Kulisse. Der Bewuchs, überwiegend Wasserpflanzen, Weichkorallen und Seefedern, kontrastiert besonders schön mit dem grünen Wasser. Das Ganze wirkt malerisch und geheimnisvoll, und richtig ideal wird es bei klaren Sichtverhältnissen. Allgemeine Übersichtsaufnahmen werden dann möglich und die Tauchkameraden erscheinen nicht nur schemenhaft auf den Fotos…
Die UW-Archäologie ist noch eine recht junge Wissenschaft. Noch keine 100 Jahre alt, gewann sie erst mit der Weiterentwicklung des Tauchsports Mitte des letzten Jahrhunderts zunehmend an Bedeutung. Zwar wurden auch schon vorher antike Schätze geborgen, aber da waren Archäologen noch gänzlich auf die Dienste von aufrecht gehenden Helmtauchern angewiesen. Bis dahin hatten wir es also mit einer reinen Fundbergung zu tun. Erst als Schwimmtaucher konnten sich jetzt endlich auch Archäologen direkt unter Wasser begeben, und so geht es heutzutage nicht nur um die Bergung einzelner Fundstücke, sondern es können weitaus mehr interessante Fakten auch zum Untergang selbst gesammelt werden. So wird bei besonders interessant erscheinenden Wracks der Sand über dem verschütteten Kiel wegsaugt. Durch den guten Erhaltungszustand werden Details der früheren Schiffsbaukunst sichtbar, von denen wir keine überlieferten Zeichnungen haben, und es lassen sich zusätzliche Funde sicherstellen. Besonders wertvolle Stücke werden sogar konserviert. Es ist klar, dass UW-Archäologen es nicht so gerne sehen, wenn auch „normale“ Sporttaucher zu solchen Fundstellen gelangen können, die möglicherweise sogar besondere, bislang aber weniger beachtete Fundstücke als Souvenir entwenden… Nur die Witterungsumstände allein können hier nämlich schon dazu führen, dass solche Untersuchungen mitunter mehrere Jahre andauern. Deshalb werden solche Untergangsstellen zumeist gar nicht erst bekannt gegeben.
Sehr schön, dass sich das Buch nur mit den Wracks aus der Umgebung von Rügen und Hiddensee auseinandersetzt. Es sind keinerlei Kriegsschiffe dabei, sondern nur solche, die normale Handelsgüter transportierten. Die meisten sind Segler, sehr viel kleiner als heutige Schiffe und zumeist hölzerner Bauart. Der Autor ist einer der bekanntesten UW-Archäologen dieses Gebietes. Er gibt eine allgemeine Übersicht über das Wesen seiner Arbeit, stellt besondere, archäologisch ausgerichtete Vereine vor, auch staatliche Stellen und besondere Suchschiffe, ebenso wie dendrologische Untersuchungen, um anhand der Jahresringe die Wachstumszeit der Bäume und damit das Schiffsalter und u.U. sogar die Identität des entsprechenden Wracks festzustellen. Ebenso werden mühsame Arbeiten in Archiven, alten Zeitungen usw. vorgestellt, wie auch besondere Vergleiche in entsprechenden Museen – alles Arbeiten, die ebenfalls zum Alltag eines UW-Archäologen gehören. Ebenso erhalten wir einen allgemeinen Einblick in die Tauchgeschichte, wenngleich dieser Teil nur kurz gestreift wird. Der hintere Buchteil, der sich ausführlicher mit einzelnen Wracks auseinandersetzt, wirkt besonders reizvoll. Hinweise zu den entsprechenden Untergangsstellen erfolgen aus unterschiedlichen Richtungen, z.B. dann, wenn moderne Wracks eine besondere Gefahr in Schifffahrtsstraßen darstellen, sie können aber auch von Fischern kommen, deren Netze sich verfangen haben oder sie entstammen der Beobachtungen aus Flugzeugen und Hubschraubern, und nicht zuletzt kommen sie auch von Arbeitsstellen, wenn z.B. Rohrleitungen unter Wasser verlegt werden. Die Suche nach solchen Fundstellens kann sich bereits sehr aufwändig gestalten. Insgesamt ein sehr schönes Buch, reich bebildert mit vielen zeitgenössischen Aufnahmen. Sehr empfehlenswert!

Wolfgang Freihen, im November 2016

Förster, Thomas:
Schiffswracks
Auf Spurensuche vor Rügen und Hiddensee
Harter Einband mit chamoisfarbigem Titelbild, Format ca. 24,5 x 21,5 cm quer
144 S. mit vielen Fotos, Zeichnungen, einer Karte und zahlreichen Steckbriefen untergegangener Schiffe
Hinstorff Verl., Rostock, 2016
ISBN 978-3-356-02061-8
Preis: 19,99 €

Feuersalamander: Giftiger Waldbewohneer

Ein wunderschönes Kinderbuch, das auch für die Eltern sehr interessant ist: Es gehört der Buchreihe „Spannende Natur“ an. Zwar ist es durchweg kindlich geschrieben, aber auch Erwachsene können sehr viel über das geheimnisvolle, nächtliche Leben dieser heimlichen Wald- und Wasserbewohner lernen. Ebenso verfügt es über bestechend schönes Bildmaterial! Die Fotos sind im Freiland, aber auch in Aquarien und Küvetten aufgenommen, zeugen vom Leben der Molchlarven bis hin zu dem der erwachsenen Tiere und zu den winzig kleinen abgesetzten Spermatophoren, womit sich der Lebenskreis wieder schließt. Futtertiere, aber auch Gefahren und Feinde für die Feuersalamander werden sehr gut dargestellt, ebenso zeigen andere Fotos weitere Verwandte, Salamander, heimische Molche und auch Froschlurche. Also eine in sich geschlossene, hervorragend ausgearbeitete Dokumentation. Äußerst empfehlenswert!!

Wolfgang Freihen, im November 2016

Fischer-Nagel, Heiderose und Andreas / Bogon, Klaus:
Feuersalamander
Giftiger Waldbewohner
Harter Einband mit farbigem Titelfoto, Format ca. 22 x 23,5 cm
45 S. mit vielen Farbfotos
Verl. Heiderose Fischer-Nagel, Spangenberg, 2016
ISBN 978-3-930038-58-9
Preis: 5,95 €

Below Surface 2015

kalender_rueck_750pxEin Wandkalender mit insgesamt 13 hervorragenden UW-Fotos. Es ist der bisher fünfte Wandkalender dieses jungen UW-Fotografen. Seine vorhergehenden Kalender waren jeweils im Querformat erschienen. Hier nun sein erster im Hochformat mit einer sehr geschickten Bildauswahl aus verschiedenen Meeren, die keine ähnlichen, sondern jeweils völlig andersartige Sujets zeigen, sodass über das Jahr hinweg für viel Abwechslung gesorgt ist. Weiterlesen “Below Surface 2015” »

Die Rettung des letzten Untersee-Taucherschlittens

Der letzte Schlitten aus dem Baujahr 1912 lag lange Zeit fast vergessen in unmittelbarer Näher des Drägerwerks an einem Altarm der Trave. Durch die Einwirkung von Bauarbeiten in der Nähe und verschiedene Hochwasser versank er allmählich immer tiefer im schlammigen Untergrund und war schließlich nur noch halb zu sehen – ein trauriger Anblick, der den Autor unseres Buches, den technischen Archivar des Drägerwerks nicht nur störte, sondern zunehmend schmerzte. Weiterlesen “Die Rettung des letzten Untersee-Taucherschlittens” »

Die Kunst der Unterwasserfotografie

Wunderwelten des Meeres perfekt aufs Foto gebracht

Beim vorliegenden Buch gefällt mir besonders gut, dass der Autor die Kameratechnik so kurz wie möglich hält, denn nicht die Kamera macht die Bilder, sondern der, der sie führt. Er muss also den Umgang mit ihr, den Objektiven, Linsenvorsätzen und der Blitztechnik beherrschen, sein Augenmerk vor allem auf das Motiv, die Kameraführung und die jeweilige Bildgestaltung lenken. Weiterlesen “Die Kunst der Unterwasserfotografie” »