Der Kompass – Seine Geschichte in Geschichten

Auch wenn wir heute unseren Standort leicht mit Hilfe des GPS und eines handelsüblichen Navigationsgerätes feststellen können, so ist die geschichtliche Entwicklung des Kompasses sicher nicht nur für Seefahrer, sondern auch für uns Taucher äußerst interessant. Ist er doch eines der wichtigsten Navigationsgeräte! Zwar gehen die Geschichten dieses Buches recht wenig auf den Ursprung in China ein. Vielmehr berichtet es im Wesentlichen über die Einführung und Weiterentwicklung hier im Norden Europas. 

Zu Anfang, als die hölzernen Schiffe noch überwiegend gedübelt wurden, konnte man mit seiner Hilfe verhältnismäßig einfach dem richtigen Kurs folgen, doch es wurde immer schwieriger, je mehr Eisenteile verbaut wurden und vor allem, als die Schiffe ganz aus Stahl die aus Holz ablösten. In diesem Buch wird sehr lebendig geschildert, welch dramatische Folgen falsche Kompassanzeigen nach sich zogen, und mit wie viel Raffinesse man all die verschiedenen Schwierigkeiten zu meistern suchte. Wir erfahren alles über „weichen“ und „harten“ Magnetismus, über die Missweisung, die Deviation und auch Krängungsfehler, über die „Flinders“-Stange bis hin zum Kreiselkompass. Dass man zum Orten jedoch mehr als nur einen Kompass benötigt, wird natürlich ebenfalls geschildert, und wer sich neben anderen wichtigen Navigationshilfen auch ein Bild über die Entwicklung des unentbehrlichen, genau gehenden Chronometers machen möchte, dem sei aus dem gleichen Verlag „Harrison – eine Uhr zur Bestimmung des Längengrads“ (siehe ebenfalls bei unseren „scubanova“ Buchbestrechungen) sehr empfohlen. Beide Bücher sind sehr lesenswert!!
Wolfgang Freihen
 
Alain Gurnay:
Der Kompass
Seine Geschichte in Geschichten
Harter Einband mit farbigem Schutzumschlag, Format zirka 13,5×21,5 Zentimeter
303 Seiten mit einigen Abbildungen
Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 2010
ISBN 978-3-7688-2622-8
Preis: 19,90 Euro